Been there, done that, got the Jersey

Ich könnte hier gerade ein Hosianna nach dem anderen singen und die Engelschöre geben. Nur, dass das wahrscheinlich die Katzen nicht so toll finden würden. Wieso? Endlich, endlich, ENDLICH ist das letzte Wort von Truths geschrieben und ich kann dieses Projekt für die nächsten Monate zum Reifen vor der Überarbeitung in einer Schublade verschwinden lassen. Davor graut es mir ja schon… allerdings muss ich zumindest bis nach dem NaNoWriMo nicht mehr daran denken und hab meine Ruhe.

Kapitel 28 war noch ein bisschen zäh beim Schreiben, danach ging es eigentlich, als sie aufgehört haben, die Schlechtigkeit der Welt zu beweinen und endlich in die Gänge gekommen sind und es geschafft haben, miteinander zu reden anstatt nur übereinander. Aber alles in allem weiß ich jetzt wieder, warum meine Romanzen normalerweise irgendwie anders heißen und entweder Schießeren, Leichen, Superhelden, das Ende der Welt oder eine Kombination dieser Elemente besitzen. Ungefähr nach zwei Dritteln von Truths war ich kurz davor, die beiden einfach sterben zu lassen und “Ende” drunterzuschreiben.

Meine Ungeduld hat mir außerdem einen Strich durch die Rechnung gemacht, was das Posten von ein paar One-Shots betrifft, aber ich hatte mich so sehr daran gewöhnt, seit fast einem Jahr durchgehend eine Geschichte zu haben, die gerade gepostet wird, dass ich nicht einmal eine Woche nach dem Ende von Nebel über Hogwarts (das übrigens noch immer fleißig gelesen und favorisiert wird, wenn auch die Reviews sich eher in Grenzen halten) schon angefangen habe, Irish Blood, English Heart zu posten. Die Jahreszeit passt ja auch so schön, oder zumindest würde sie passen, wenn dieser August auch nur ein klitzekleines bisschen so tun würde, als ob er ein Sommermonat wäre.

Auch wenn die Jahreszeit anderes sagt, eigentlich sollte ich jetzt also, nachdem Truths endlich fertig ist, mit den ersten One-Shots für Harry Christmas Everyone anfangen. Der November fällt ja schon fast traditionsgemäß als Zeit zum One-Shot-Schreiben aus, weil ich da mit dem NaNoWriMo beschäftigt bin (und letztes Jahr auf die harte Tour gelernt habe, dass eine Unterbrechung währenddessen weniger als ideal ist). Also sollte ich jetzt einen Vorrat anlegen, aber auch wenn ich schon die ersten Lebkuchenherzen vernichtet habe, so ganz kann ich mich dazu noch nicht durchringen. Es ist einfach noch zu grün und zu hell da draußen, also warte ich auf den Oktober, um zu sehen, wie mich das Wetter da inspiriert. Ansonsten muss ich mich einfach im Dezember ein wenig beeilen mit dem Schreiben. Und wir wissen ja alle, wie unheimlich gut es funktioniert, wenn ich mich beim Schreiben beeilen muss…

Weihnachten ist vorbei

So sehr ich in den letzten Tagen (und sogar Wochen) auch den Moment herbeigesehnt habe, an dem ich Harry Christmas Everyone für ein paar Monate zur Seite legen kann, ein bisschen wehmütig bin ich dann doch. Immerhin handelt es sich um meinen größten Schreib-Erfolg dieses Jahr und meine beliebteste Story (auf Fanfiktion.de werde ich heute noch die 10.000 Klicks knacken), und wenigstens stand ich nicht vor der Frage, was ich denn nun schreiben kann, denn die Jahreszeit und die Wünsche meiner Leser haben das geklärt.

Halb hab ich befürchtet, dass mich jetzt das große Motivationsloch trifft, das sich bei mir meistens gemeinsam mit dem befriedigenden Gefühl, ein Projekt abgeschlossen zu haben, einstellt (“Du hast jetzt so viel geschafft, jetzt kannst du dich doch ein wenig ausruhen!”), aber Prokrastination hat doch manchmal etwas Gutes… als ich versucht habe, mich vom letzten Harry Christmas Everyone-One-Shot abzulenken, bin ich über die Liste meiner Plotbunnies gestolpert, und dort hat mich das perfekte Projekt angesprungen: Renaissance

Schon seit ich damals Requiem als Wichtelstory für das Animexx-Wichteln geschrieben habe, hat mich der Gedanke gereizt, eine Fortsetzung zu schreiben, aber wie so viele meiner angedachten Fortsetzungen ist der Plan dann auf die lange Bank gewandert, und wie lang meine Bänke sein können, zeigt die Liste meiner Storyideen glaube ich sehr eindrucksvoll. Erst im Herbst habe ich mich wieder näher mit dem Gedanken beschäftigt und in einer mehr oder weniger schlaflosen Nacht die Ideen für Renaissance und Reminiszenz, die beiden (ja, die Idee hat gebrütet!) kurz aufgeschrieben, damit ich sie nicht vergesse, aber Truths und der NaNo gingen dann eben vor.

Jetzt aber hat mich die Idee gepackt (auch wenn ich nur noch vage Erinnerungen an Requiem habe) und gemeinsam mit der geplanten Form – ich peile ca. 20.000 Wörter an, nicht mehr – sieht Renaissance für den Moment ideal aus. Kein riesengroßes Monsterprojekt wie All Through The Night, wo ich alleine schon bei dem Gedanken mutlos werde, sondern eine kleine, feine Story von angenehmer Länge, die ich innerhalb von ein paar Wochen schreiben kann (oder schreiben können sollte), und immer noch im Harry Potter-Fandom. Aus dem möchte ich mich im Moment nämlich eigentlich nicht wegbewegen, wo ich doch jetzt Nebel über Hogwarts poste, aber auf meine angefangene HG/SS-Story hab ich auch nicht so richtig Lust… und bei Renaissance muss ich kein schlechtes Gewissen haben, weil ich schon wieder so eine lange Story anfange, die ich jahrelang nicht fertigstellen werde. Wenn ich damit fertig bin, kann ich mir immer noch überlegen, was ich als nächstes schreibe.

Neuer Blog, neues Glück

Umzug und Neuorganisation

Nach einer langen Blogpause, in der auch der Wunsch zum Umzug gereift ist, um Viv und ihrem Webspace nicht mehr länger zur Last zu fallen, ist der neue Blog nun nach ungefähr drei Monaten der Be- und Umarbeitungszeit endlich soweit fertig. Die Seiten zu meinen Stories und Projekten, die im alten Blog mit der Navigation über dem Header kaum zu erkennen waren (manche Leser waren überrascht, dass es sie gibt, als sie sie endlich gefunden haben) sind jetzt in den Mittelpunkt gerückt und der Blog eher an den Rand, da sie in der letzten Zeit ohnehin besser befüllt wurden als die Blogsektion.

Weil meine englische Story-Sektion in den letzten Monaten doch stetigen Zulauf gefunden hat, gibt es jetzt auch eine extra Kategorie für sie, um interessierten englischen Lesern die Navigation zwischen all dem deutschen Content zu erleichtern, genauso wie eine englische Blogkategorie für die englischen Blogeinträge. Die Faustregel sieht im Moment so aus, dass englische Stories englische Blogbeiträge bekommen, deutsche Stories dafür deutsche Blogeinträge, aber zu einer genaueren und feineren Planung, mit der ich sicherstellen kann, dass Leser, die nur einer der beiden Sprachen mächtig sind, herausfinden können, woran ich gerade arbeite, bin ich noch nicht gelangt. Die alten Blogeinträge zu Upon my Honour, All through the Night und The Long Way Home wurden entsprechend auf Englisch umgeschrieben, damit auch englische Leser die Entstehung dieser Stories nachvollziehen können.

Beim Umzug und der daraus folgenden Beschäftigung mit Struktur und Organisation der Seite ist mir auch aufgefallen, dass die Unterseiten für die meisten Fanfictions und Projekte eher langweilig sind. So sehr mich Counter und Kapitellisten, auf denen ich eintragen kann, was ich schon geschrieben habe, motivieren (ungefähr so wie Sternchen kleben in der Grundschule, nur auf einem höheren Niveau), so langweilig sind sie für potenzielle Leser, da sie, nachdem die Story gepostet wurde, keinerlei Zusatznutzen oder -information bieten. Deswegen möchte ich in den nächsten Monaten die einzelnen Unterseiten für die Stories überarbeiten und zusätzlichen Content wie Cover, Charakterisierungen und Kurzbeschreibungen online stellen, um sie auch für Leser interessanter zu machen. In einigen Fällen kann ich das auch mit einer Neubearbeitung der Story verbinden (beispielsweise bei Im Schatten der Nacht) oder einer Zusammenfassung der einzelnen Kapitel, die ich als Gedächtnisstütze für mögliche Fortsetzungen brauche (beispielsweise bei For Want of Evidence). Zudem soll auch eine zusätzliche Kategorie “My Fandoms” entstehen, in denen ich die deutschen und englischen Fandoms, in denen ich unterwegs bin, kurz vorstellen möchte.

Harry Christmas Everyone

Weihnachten ist noch immer eine Weile hin, aber die Vorbereitungen für Harry Christmas Everyone, eines meiner Lieblingsprojekte (was wahrscheinlich auch erklärt, warum ich seit mittlerweile sechs Jahren daran arbeite) laufen bereits. Ich wollte nicht wieder wie letztes Jahr ganz ohne Stories dastehen und das zweite Jahr in Folge pausieren, also begann ich bereits im Frühjahr, kurz nachdem Nebel über Hogwarts abgeschlossen war, damit, erste One-Shots zu schreiben. Aus dieser Zeit stammen 18. In geheimer Mission, die Hälfte von 19. Bildnis in Schwarz, 20. Von Mäusen und Männern und die Hälfte von 21. Mesalliance. Danach verließ mich allerdings die Muse (bei steigenden Temperaturen und verbessertem Wetter nach dem verregneten, kalten Frühling unvermeidlich), und erst Ende September fühlte ich mich wieder ansatzweise weihnachtlich genug, um weiterzuschreiben (außerdem war ich auf der Suche nach einem kleineren Projekt, bei dem ich keine ganze, lange Story schreiben musste, da ich davor länger Pause gemacht hatte). Die halbfertigen One-Shots wurden also abgeschlossen, und seitdem sind noch zehn weitere gefolgt, nicht unbedingt in gleichbleibend guter Qualität, aber doch alle les- und annehmbar.

Eines der Probleme mit Harry Christmas Everyone war für mich auch immer die Anzahl der Wünsche. In den letzten Jahren ist sie kontinuierlich gewachsen, da ich immer weniger One-Shots geschrieben habe, als von den Lesern gewünscht wurde, was dazu führte, dass ich mehr offene Wünsche als abgeschlossene Stories hatte. Besonders unbefriedigend für mich war, dass sehr viele Wünsche, die noch aus 2008, 2009 oder 2010 stammten oder deren Alter überhaupt nicht mehr nachvollziehbar war, unter den noch nicht abgeschlossenen waren, auch, weil hier sehr kuriose Pairings gewünscht wurden, vor denen ich mich immer ein wenig gedrückt habe. Die Aufgabe, die ich mir beim Schreiben gestellt habe, war also, diese alten Wünsche, auf die die Wünscher wahrscheinlich schon gar nicht mehr gewartet haben, abzuschließen, damit ich beim Schreiben von neueren Pairings kein schlechtes Gewissen haben muss. In den allermeisten Fällen ist mir das geglückt, nur noch zwei Pairings (Ron Weasley/Neville Longbottom und Harry Potter/Bellatrix Lestrange, beide von 2008) fehlen noch, und die sind in der Planung für die nächsten drei One-Shots miteingeschlossen. Danach sind nur noch Wünsche aus den Jahren 2011 (als ich das letzte Mal gepostet habe) und 2013 offen und meine Altlasten abgearbeitet.

Ein angenehmer Nebeneffekt dieser Aufarbeitung ist, dass ich mittlerweile 31 Harry Christmas Everyone-One-Shots abgeschlossen habe, was bedeutet, dass ich am 1. November anfangen kann zu posten, ohne mir Sorgen machen zu müssen, ob die One-Shots bis Weihnachten reichen, im Gegenteil. Das ist insofern sehr praktisch, als ich im November mit dem NaNoWriMo und einer Story für den traditionellen Rudel-Weihnachtskalender bereits voll ausgelastet bin, und wahrscheinlich nicht mehr so intensiv an Harry Christmas Everyone weiterarbeiten kann wie in den letzten vier Wochen.

NaNoWriMo Projekt 2013: Truths

Obwohl ich bei einigen Storyprojekten in der Vergangenheit (For Want of Evidence zum Beispiel) sehr hohe tägliche Wortzahlen in sehr kurzer Zeit schreiben konnte und daher weiß, dass die theoretische Möglichkeit besteht, habe ich doch noch nie einen NaNoWriMo gewonnen, weder im traditionellen November (der für mich immer ein sehr anstrengender Monat ist, weil es dunkel wird und die Uni anspruchsvoller wird), noch in einem der zahlreichen Camps. Ich wollte daher in diesem Jahr gar nicht teilnehmen, bis Francis mir so von ihrem Projekt vorschwärmte und die Kollegen vom Rudel einen Thread eröffneten und dort über ihre Ziele berichteten. Seitdem bin ich auch im NaNo-Fieber.

Ein Problem stellte allerdings die Wahl der dazugehörigen Story dar. Von Anfang an war mir klar, dass ich kein vollkommen neues Projekt anfangen wollte, wie es eigentlich in den Regeln vorgesehen ist (Rebelling nennt sich das), da ich davon beileibe genug habe, sondern lieber ein bereits angefangenes Projekt fertigschreiben wollte. Für mich sind die letzten 50.000 Wörter einer Story immer schwieriger als die ersten 50.000, weil ich so oft die Motivation und das Interesse verliere, und der Schub durch den NaNo soll hier ein dringend benötigter Push sein, um wieder einmal eine Story fertigzuschreiben.

Durch meine Beschäftigung mit Harry Christmas Everyone und den Wunsch, zwischendrin zumindest ein oder zwei One-Shots zu schreiben, stand auch fest, dass ich gerne eine deutsche Story beenden wollte, da mir das schnelle Wechseln zwischen Englisch und Deutsch noch immer schwer fällt, besonders, wenn ich meine “Schreibgedanken” gerade auf die eine Sprache eingestellt habe und mir Szenen in dieser Sprache einfallen. Zur Auswahl standen In Good Faith, meine lange vernachlässigte X-Men-Fanfiction, Das Leben vor dem Tod, in der Severus Jahre nach der Schlacht von Hogwarts von den Toten zurückkehrt, und Truths mit Christoph Metzelder. Nachdem die Zeit bis zum November schon relativ knapp war, und sowohl In Good Faith als auch Das Leben vor dem Tod intensive Vorarbeit benötigt hätten (im einen Fall bin ich mit der bisherigen Plotplanung absolut unzufrieden, im anderen Fall hätte ich alle X-Men-Filme noch einmal ansehen müssen und die Plotplanung ist überhaupt nicht vorhanden), fiel die Entscheidung sehr leicht. Für Truths musste ich mich nur noch einmal in die ersten fünfzehn Kapitel einlesen, und die Planung zumindest für die ersten fünf Kapitel, die ich neu schreiben muss, steht auch schon, was für einen angenehmen Start sorgen sollte. Ein weiterer Pluspunkt an Truths ist, dass nach meiner Schätzung nur noch ungefähr 15 Kapitel fehlen, was ungefähr den 50.000 Wörtern des NaNo entspricht und bedeutet, dass ich die Story hoffentlich Ende November auch abschließen kann. Zudem haben meine schlimmsten Befürchtungen sich nicht bestätigt, und die Story ist in den ersten Kapiteln durchaus lesbar und nicht so vollkommen unspannend, wie ich das in Gedanken schon vor mir gesehen habe, und das trotz des völligen Fehlens eines Plots über die Romanze hinaus.

Die Voraussetzungen sind also gut, zumindest für den Anfang, und vielleicht schaffe ich es ja, zum ersten Mal aus dem NaNoWriMo als Sieger hinauszugehen.

Frau Rowling macht mich fertig…

Unter anderem tut sie das natürlich – da gibt es noch ganz andere, allen voran Christoph und Laura aus Truths, die sich grade anstellen wie sonst was, und meine Muse… *mümmel* Die Story ist ja eigentlich zum größten Teil fertig, die braucht vielleicht noch 50 Seiten, dann ist die Standard-08/15-Romanze abgefrühstückt, die beiden liegen sich ewig glücklich in den Armen, und Ruhe wäre… aber nein, das geht natürlich gar nicht, dass ich das jetzt in drei, vier Wochen runterschreibe und mich dann anderen Stories widmen kann – die beiden müssen sich mal wieder bockig anstellen. Und meine Muse auch… die jammert rum, dass ich keine Planung für die folgenden Kapitel habe. Das doofe Teil ist eindeutig von Nebel über Hogwarts verwöhnt – ich habe For Want of Evidence geschrieben, ohne auch nur zwei Zeilen Notizen zu haben, jetzt soll es aufhören, sich zu beschweren…

Und natürlich soll ich jetzt, nach Nebel über Hogwarts, auch was zu Harry Potter schreiben… zumindest behauptet das mein Unterbewusstsein – und auf Das Leben vor dem Tod (ja, mittlerweile frage ich mich auch, was ich mir bei dem Titel gedacht hab…) hab ich auch so keine rechte Lust, vor allem, weil ich weiß, dass ich da früher oder später genauso wie bei In Good Faith und jetzt Truths dasitze und mich frage – was jetzt? Da hab ich nämlich nicht nur keine Planung, sondern auch nicht mehr als eine dumpfe, entfernte Idee, wie das Ding ausgehen könnte… und Upon my Honour, wo DAS Problem zugegebenermaßen nicht auftritt, ist auf Englisch, und ich hab mich grade so schön dran gewöhnt, nicht in jedem, sondern nur in jedem dritten Absatz auf dict.leo zurückgreifen zu müssen, weil mir das verdammte Wort nicht auf Deutsch einfällt.

Also… alles doof, und was tut man, wenn man angemessen verzweifelt ist, weil der Kopf vor Ideen platzt, man aber keine Lust auf eines der aktuellen Projekte hat – richtig, man gräbt ein altes aus. Was der Grund ist, wieso ich mich gestern hingesetzt und einen Weihnachts-One-Shot geschrieben habe. Ja, einen Weihnachts-One-Shot zu Harry Christmas Everyone. Namentlich In geheimer Mission (mein pubertierender Teil besteht darauf, diesen Titel jedes Mal auf In geheimer Missionarsstellung umzuändern, aber in zehn Jahren hab ich dieses Problem hoffentlich auch im Griff), womit ich das Pairing Draco Malfoy/Ron Weasley von… ähm… 2008, glaube ich, auch abgefrühstückt habe. Ich glaube, man merkt, dass mir einer der beiden Charaktere jetzt nicht so liegt, und ich das deswegen ein bisschen vor mir hergeschoben habe. Klitzekleines bisschen.

Ich hatte ja gehofft, dass ich danach endlich mal mehr geschriebene One-Shots als heiß ersehnte Pairingwünsche habe, aber da hat mir Se.Ka.Ya. einen Strich durch die Rechnung gehabt, und sich Abraxas Malfoy/Alastor Moody gewünscht. Und zu meiner unendlichen Überraschung – hat mich ein Plotbunny gebissen. Ein verdammtes Bunny… dazu! Und das gerade, nachdem sich Abraxas’ Enkel im Weasley-Laden ein fliegendes Spielzeugauto gekauft hat… der arme Mann rotiert wahrscheinlich im Grab.

Malfoy und Moody bringen mich allerdings zurück zu Frau Rowling. Die hat nämlich wirklich nicht gelogen, als sie gesagt hat, dass sie echte Probleme mit Zahlen hat. Das fängt bei der Schülerzahl von Hogwarts an, ein Thema, das wahrscheinlich ad nauseam diskutiert worden ist, und geht weiter mit dem Alter von Zauberern (nicht, dass sie da im Film durch die Darstellung von Harrys Eltern noch mehr Probleme gemacht haben… aber naja) weiter. Dumbledore ist weit über die Hundert hinaus, was in den Büchern anscheinend nichts besonderes ist, aber James Potters Eltern sterben irgendwann, bevor Harry bei den Dursleys abgegeben wird, eines natürlichen Todes, weil sie schon älter waren, als sie ihn bekommen haben. Selbst wenn wir mit der Frage der Menopause eher großzügig umgehen und sagen, dass die beiden irgendwann zwischen 50 und 60 waren, als sie ihn bekommen haben, würden sie dann bei ihrem Tod ungefähr 70 bis 80 Jahre alt sein – für einen Zauberer wahrscheinlich eher mittleres Alter. Oder James Potter war adoptiert… was natürlich eine ganze Reiher anderer, interessanter Fragen aufwerfen würde.

Ähnliches gilt für Abraxas Malfoy – wenn man davon ausgeht, dass er auf Hogwarts war, als die Kammer des Schreckens geöffnet wurde (was vielleicht ein bisschen weit her geholt ist, aber nicht vollkommen unrealistisch), dann ist er bei seinem Tod vor 1996 höchstens um die 70 Jahre alt. Wieder eher unrealistisch, vor allem, wenn man in Betracht zieht, dass Slughorn etwas von “but at his age” sagt – 70 ist kein Alter, wenn man sieht, wie Dumbledore fröhlich über die Ländereien hoppelt…

Bei Moody gehen da auch einige Dinge nicht zusammen. Bis zum Ende des ersten Krieges (1981) muss er sich seinen Ruf als bester Auror aller Zeiten erworben haben, und dann können wir anfangen zu rechnen… wenn er zu Beginn des ersten Krieges noch ein blutjunger Spund ist, nimmt ihn niemand ernst… also muss er 1970 mindestens 30 Jahre alt sein (gerade in einer Gesellschaft, die so alt wird…), nach meiner Schätzung eher älter. Das würde ihn 1995 um die 55 bis 60 machen – und da ist er schon in Rente? Kommt mir ein bisschen früh vor… Oder er ist älter, und ein weiteres Beispiel dafür, dass manche Zauberer besser altern als andere… *hüstel*

Einfach nicht zu genau darüber nachdenken… einfach schreiben…

Überarbeitung

Nebel über Hogwarts ist jetzt auch nicht nur fertig geschrieben, sondern auch fertig überarbeitet, zumindest für den Moment – wie es aussehen wird, wenn es aus der Betakorrektur zurückkommt, wage ich mir nicht vorzustellen, und ehrlich gesagt will ich da auch gar nicht dran denken… ich bin einfach nur sehr glücklich, mich in dem Gefühl zu sonnen, endlich damit fertig zu sein und die Story für die nächsten zwei Monate nicht mehr ansehen zu müssen.

Nachdem ich jetzt auch alle Kapiteldateien in eine große Datei kopiert habe, weiß ich jetzt auch, wie lang Nebel über Hogwarts ist, nämlich ca. 162.000 Wörter und 241 1/2 Seiten, und damit ein ganzes Stück länger als For Want of Evidence, sowohl in Wörtern als auch in Seiten. Dass das so ein Aufwand wird, hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht, als ich die Story angefangen hab… aber da das jetzt auch schon fast fünf Jahre her ist, will ich meine Hand nicht mehr so wirklich dafür ins Feuer legen, was ich damals gedacht habe (ich glaube allerdings, es war etwas in der Richtung von “Rumtreiber-Stories sind gerade voll genial beliebt, und ich will auch viele Reviews haben!!!”).

Dementsprechend sind meine Lieblingskapitel auch Kapitel 67 und Kapitel 69, beide schwarz wie die nacht und wichtig für die Charakterentwicklung von Severus und Peter, Hasskapitel ist eindeutig Kapitel 39, das so zuckersüß ist, dass ich bei der Korrektur tatsächlich sehr versucht war, es einfach auszulassen, nur damit ich es nicht mehr sehen muss. Danach hab ich dann auch eine längere Pause gemacht…

Alles in allem hat mich die erste Korrekturrunde aber davon überzeugt, dass die Story durchaus lesbar ist und nicht so schlimm, wie ich zwischendrin gedacht habe, auch wenn meine Planung, vor allem für das Ende, schon so lange steht, dass ich kaum mehr einschätzen kann, ob ich einen überraschenden Effekt erziele oder nicht. Aber dafür hab ich dann ja Betaleser… um mir zu sagen, ob mein Twist auch ein Twist ist ;)

Nachdem ich Nebel über Hogwarts aber jetzt aus der Warteschlange habe, stehe ich vor einem anderen Problem – was zur Hölle mache ich jetzt? Oder, genauer gesagt… was schreibe ich jetzt? Ich bin irgendwie hin- und her gerissen. Auf der einen Seite habe ich das Gefühl, dass Truths vielleicht noch 10, 15 Kapitel braucht, bis die Story schließlich fertig ist, und ich jetzt auch genug Luft und Fußballergebnisse habe, um die Story halbwegs zügig fertigzuschreiben. Auf der anderen hat mich Nebel über Hogwarts wieder daran erinnert, warum Harry Potter doch das Fandom ist, zu dem ich immer wieder zurückkehre und an dem ich schon seit Jahren wirklichen Spaß habe.

Die Frage ist allerdings… was schreib ich da? Ich will nicht unbedingt eine der gefühlt hunderten Ideen aus meinem Plotbunnystall kramen (auch wenn ich zugebe, dass ich im Epilog von Nebel über Hogwarts bereits die ersten Vorbereitungen für meine Dorcas Meadowes/Sirius Black-Story getroffen habe, die dann eine Art Sequel werden könnte), aber auf Das Leben vor dem Tod hab ich auch nicht wirklich Lust, und Harry Christmas Everyone… ich denke, das Problem erklärt sich von selbst. Es wäre zwar vielleicht nicht schlecht, ein paar Weihnachts-One-Shots auf Halde zu haben, damit nicht wieder so etwas passiert wie dieses Jahr, wo ich gar nichts hochlade, aber das ist keine abendfüllende Veranstaltung, und weihnachtliche Stimmung zu schaffen, während man verzweifelt dasitzt und jede Schneeflocke vor dem Fenster wegstarren möchte, weil man keinen Bock mehr auf Winter hat, ist auch keine triviale Aufgabe. Aber mal sehen… vielleicht schreib ich ja doch ein oder zwei One-Shots.

Interessantes Rechenbeispiel am Rande – 15 Kapitel von Nebel über Hogwarts sind bereits online, das heißt, mit Epilog fehlen dann noch 59 Kapitel, die ich hochladen muss. Wenn ich zwei Mal die Woche poste und Anfang Juni anfange, bedeutet das, dass ich 29,5 Wochen brauche, um Nebel über Hogwarts vollständig hochzuladen, oder mehr als ein halbes Jahr – was bedeutet, dass ich wahrscheinlich wieder Weihnachts-One-Shots für Harry Christmas Everyone poste, bevor ich mit Nebel über Hogwarts fertig bin. Der Gedanke hat irgendwie etwas… absurdes. Aber andererseits bedeutet das auch, dass ich mir für die nächste Zeit keine Sorgen mehr machen muss, dass ich nichts habe, das ich posten kann. Und wenn ich das mit den letzten anderthalb Jahren vergleiche, ist das doch eine interessante Abwechslung.

The Long Way Home würde auch noch darauf warten, eine Generalüberholung zu bekommen, aber erstens leidet meine Motivation hier, weil ich eben erst damit fertig geworden bin, fast 250 Seiten, die ich ohnehin schon kenne, noch einmal zu lesen, und andererseits macht es im Moment tatsächlich mehr Spaß, auf Deutsch zu schreiben anstatt auf Englisch. Und irgendwie hab ich meine Zweifel, dass ich, gerade wo ich meine Synapsen wieder auf Deutsch umgepolt habe, so wirklich viele Fehler in einem englischen Text finden werde. Also… noch ein wenig warten. Wenn ich wieder Lust auf Jane Austen und Upon my Honour habe, das ja auch noch geduldig auf meiner Festplatte hockt, werde ich auch dieses Projekt in Angriff nehmen, auch wenn es verführerisch wäre, die Zeit, bis Nebel über Hogwarts korrigiert ist, mit einer anderen Geschichte zu überbrücken…